Makulaforamen
Erkrankungen

- Netzhautaufnahme mit Makulaforamen
Unter einem Makulaforamen wird eine kreisrunde Lochbildung exakt in der Netzhautmitte verstanden, die meist von selbst (idiopathisch) aufgrund von Spannungen an der Netzhautoberfläche oder durch Glaskörperzug zustande kommt, aber auch sekundär bei Augentrauma oder Netzhautablösungen zustande kommen kann.
Makulalöcher werden in vier Stadien unterteilt, die für die operative Prognose und den Erhalt der Sehschärfe bedeutsam sind. Während im Stadium I die Sehschärfe noch 70 bis 80 % betragen kann, fällt sie im Stadium III auf Werte um 0,3 und schlechter ab. Die Diagnose der einzelnen Stadien eines Makulaformaens läßt sich sehr gut mit dem OCT durchführen.
Makulaforamina des Stadiums I können spontan heilen, während Makulalöcher des Stadiums II praktisch immer voranschreiten und daher operiert werden sollten. Die operative Therapie besteht in einer Glaskörperausschneidung (Pars-plana-Vitrektomie), der Erzeugung einer hinteren Glasköperabhebung, dem Abziehen (Peelen) der Membrana limitans interna und der Eingabe von Luft oder Gas. Ein primärer anatomischer Verschluß wird postoperativ je nach Technik in 90 - 95 % der Fälle erreicht.
