Zentralvenenverschluss
Erkrankungen

- Farbstoffaufnahme - Fluoreszenzangiographie
Der Zentralvenenverschluss (ZVV) entsteht auf dem Boden einer Thrombosierung (Verschluss) der zentralen Netzhautvene (Vena centralis retinae). Er ist oft Folge einer allgemeinen Erkrankung. Risikofaktoren sind Funktionsstörungen des Herzkreislaufsystems wie ein Bluthochdruck, Gefäßwandschäden bei Diabetes mellitus oder chronischen Entzündungen, Vorliegen einer erhöhten Blutviskosität unterschiedlicher Ursache.
Durch den Verschluss der zentralen Netzhautvene kommt es zum Blutstau innerhalb der Netzhautschichten, zum Austritt von Blutbestandteilen aus den Blutgefäßen und zum verlangsamten retinalen Blutstrom. Am Augenhintergrund sind typischerweise Blutungen und Ödeme zu finden, wobei die Ausprägungen sehr unterschiedlich sein können. Eine Einteilung in „ischämische“ (ca. 30% der ZVV) und „nichtischämische“ ZVV ist gebräuchlich. Zur genauen Diagnose und Behandlungsempfehlung sind einige Untersuchungen wie die Sehschärfenbestimmung, die Funduskopie, die OCT unddie Fluoreszenzangiografie notwendig. Das Ausmaß der Sehstörungen kann von vollständiger Erblindung bis zur Wiederherstellung der vollen Sehkraft reichen. Auch Spätkomplikationen wie ein Makulaödem oder ein Glaukom (Grüner Star) können eintreten.
Wichtig ist in jedem Fall die sofortige intensive gemeinsame Betreuung der Betroffenen mit dem Hausarzt oder Internisten, da der ZVV nur die Folge von wohlmöglich schwerwiegenden Erkrankungen sein kann!
Je nach Ausmaß und Stadium des ZVV sind verschiedene Behandlungsformen zu verfolgen.
